Mehr Zeit

Sonntagmorgen, wir nehmen uns Zeit, gemütlich zu frühstücken, Zeitung zu lesen oder im Internet zu stöbern. Wie schön es doch ist, sich Zeit zu nehmen. Zeit, ein wertvolles Gut, weil wir immer weniger davon haben. Doch warum ist das so? Warum haben wir nie genügend Zeit?

Mani Matter beschrieb schon 1971 in seinem Lied «Dr Mönsch isch wi dä» anschaulich, wie wir manchmal an der Zeit vorbei leben. Ein Mann verpasst den Zug verpasst, daraufhin liest er genauer den Fahrplan und währenddessen fährt ihm auch der nächste Zug davon. So geht die Geschichte weiter und der Mann bleibt für immer auf dem Perron stehen. Möglicherweise verbringen auch wir zu viel Zeit damit, herauszufinden, wie wir unsere Zeit am besten nutzen könnten.

Natürlich haben sich auch unsere Gewohnheiten verändert. Wir können heute selbst entscheiden, wann wir abends das Licht löschen und die Nacht herein lassen. Und wenn ich um 18 Uhr Feierabend mache, bin ich froh, dass ich im Bahnhof Bern noch meinen Znacht kaufen kann. In der Znünipause besuche ich meine Lieblings-Onlineshops. Ja, unsere Gewohnheiten haben sich verändert. Oder haben sich unsere Bedürfnisse den neuen Möglichkeiten angepasst?

Wahrscheinlich werden wir weiterhin den Zug verpassen. Aber vielleicht ist das gar nicht so schlimm. Wer weiss, was alles Spannendes passiert, während wir auf den Nächsten warten. Vielleicht sollten wir uns gerade heute Zeit für diese spannenden Dinge nehmen.

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