Wo sind die Kavaliere geblieben?


Quelle: pualifestyle.com

Ich würde mich als moderne, emanzipierte Frau bezeichnen. Ich kann für mich selbst sorgen und die richtigen Entscheidungen treffen. Mischt sich ein Mann so weit in mein Leben ein, dass ich mich bevormundet fühle, ist es schnell vorbei mit der Freundschaft.

Und doch vermisse ich die wahren Kavaliere. Nein, damit ist nicht der Ritter auf seinem Pferd gemeint. Eigentlich geht es mir dabei nur um ein paar Anstandsregeln, die leider mehr und mehr vergessen gehen. Ich muss zugeben, dass es die Emanzipation für Männer schwierig gemacht hat; wie sollen sie sich geben, was dürfen sie und was wird sogar von ihnen erwartet?

Mit dem Türaufhalten fängt es an
Frauen mögen es noch immer, umsorgt und verwöhnt zu werden. Der Mann darf – ja sollte – der Frau die Türe aufhalten, sogar diese simple Anstands-Geste ist heute nicht mehr selbstverständlich. Dies gilt natürlich nicht für das Auto. Ein Mann, der um den Wagen spurtet, um der Frau die Autotüre aufzuhalten, wirkt doch eher lächerlich.

Jedes Gegenüber will beim Gespräch wahrgenommen werden. Aufmerksames Zuhören und auf die Themen eingehen zeigt Interesse. Nun kann frau sich fragen, ob er ihr bewusst mitteilen will, dass er nicht interessiert ist, wenn er sich mit seinem Handy besser unterhält als mit ihr. Aber auch Abservieren geht anständig, finde ich. Kürzlich hat mir mein Bruder von einer „Verehrerin“ erzählt, die einfach nicht zu ihm passte. Also hat er ihr gesagt, sie sei zwar toll, aber er wolle es wieder mit seiner Exfreundin versuchen. Er wollte ihr nicht wehtun, ein kleiner Schwindel ist in diesem Fall erlaubt und es herrschen klare Verhältnisse.

Bezahlen Sie getrennt oder zusammen?
Die Frau will sich nicht kaufen oder mieten lassen! Sie beim Ansprechen gleich auf einen Drink einzuladen kommt selten gut an. Im Verlaufe des Gesprächs oder nach dem Tanzen allerdings ist es nette und gern gesehene Geste.

Das leidige Thema Bezahlen nach dem Essen kann einem schon zur Vorspeise den Appetit verderben. Die Frau lässt sich auch in unseren modernen Zeiten, wo sie möglicherweise sogar mehr verdient als er, gerne einladen. Eigentlich. Denn auch hier darf sie sich nicht unter Druck gesetzt fühlen. Toll ist es, wenn er sie um Erlaubnis fragt: „Mach mir die Freude, ich würde Dich gern einladen.“ Fügt er „das nächste Mal darfst Du“ an, zeigt er ihr damit gleich, dass er sie wiedersehen will. Und sie fühlt sich auf Augenhöhe.

Anstand in jeder Situation
Anstand ist kein Relikt aus alten Zeiten, Charme kommt immer noch gut an. Grundsätzlich sollten die Menschen, Männer wie Frauen, wieder mehr Aufmerksamkeit gegenüber ihren Mitmenschen an den Tag legen. Die Regel, andere Leute so zu behandeln, wie man selbst gerne behandelt würde, hat immer noch seine Richtigkeit.

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