Zeitreise in die golden 20ies

Auf meiner Zeitreise wäre eine Destination sicher die 20er Jahre, das hell gepuderte Gesicht, die paillettenbesetzten Hemdkleider und der Bubikopf aus dieser Zeit würden mir bestimmt hervorragend stehen.

Die 20er Jahre stehen für eine kleine Revolution in der Modewelt. Der 1. Weltkrieg war vorbei und ein neuer Aufschwung war zu spüren. Die Frauen emanzipierten sich allmählich. In Deutschland wurde das Frauenstimmrecht eingeführt und nun wollte auch das „Schwache Geschlecht“ Stärke zeigen und arbeiten gehen. Die „neuen Frauen“ verdienten als Telefonistinnen oder Sekretärinnen ihr eigenes Geld. Bisher waren die Frauen oft nur Prestigeobjekte ihrer Männer gewesen, eingeschnürt in enge Korsagen und bodenlange Kleider. Coco Chanel war es, die die Frauen modetechnisch aus den engen Kleidern befreite und damit auch die sozialen Korsagen löste.

Mitten ins (kleine) Schwarze getroffen
Der Aufschwung und die wiedererwachende Wirtschaft waren überall zu spüren, die Lust am Leben wurde zelebriert. Man ging wieder aus – Frauen erstmals alleine – und tanzte zu Charleston und Swing. Der beschwingte Tanz erforderte bequeme Kleider und Beinfreiheit. Mit dem „kleinen Schwarzen“ traf Coco Chanel genau den Puls der Zeit: Der Rock war kurz genug und so locker geschnitten, dass frau darin grosse Schritte tun konnte und dabei einen ganzen Tag gut aussah. Ausserdem sah man auf dem schwarzen Stoff Flecken und Falten kaum. Das „Kleine Schwarze“ ist bis heute nie aus der Mode gekommen.

Stars repräsentieren die Mode
Die schlichten, knielangen Kleider mit tief sitzender Taille erhielten durch aufwendige Paillettenbestickungen und langen Feder-Boas das gewisse Etwas. Perlenketten und Tüllhandtaschen wurden zu beliebten Accessoires. Die jungen Schauspielerinnen Louise Brooks und Joan Crawford brachten in ihren Stummfilmen die neuartige Mode dem Publikum näher. Mit dem Wirtschaftswachstum lief in den Zwanzigern auch die Massenproduktion der Konfektionskleider an. Der Bubikopf, die Kurzhaarfrisur für Frauen, galt als Ausdruck für die Gleichstellung von Mann und Frau. Als die Tänzerin Josephine Baker dem Pariser Publikum 1925 erstmals einen Charleston vorführte, verzauberte sie Europa sowohl mit dem neuen Tanzstil als auch mit ihrem frechem Kurzhaarschnitt.

In Deutschland gilt Marlene Dietrich noch heute als die Stilikone schlechthin, sie hat die Charleston-Mode nach Europa gebracht und den Look der 20er Jahr hier massgeblich geprägt.

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2 Kommentare

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