Die Uhr ist fast so alt wie die Geschichte

Stellt euch vor, die Zeit würde keine Rolle spielen.

Wie oft sind mit einem Wimpernschlag zwei Stunden verstrichen und wie lange können sich fünf Minuten ziehen, wenn wir darauf warten. Auch wenn die Zeit noch so subjektiv sein mag, ist sie doch messbar. Den Menschen war es schon früh ein Anliegen, bestimmte Zeitbeschränkungen festzulegen. Etwa für das Gebet wofür in den Klöstern eine herunterbrennende Kerze anzeigte, wie spät es war. Die Idee, eine Uhr bei sich zu tragen, geht bis in das alte Rom zurück, wo es tragbare Sonnenuhren gab.

Taschenuhren wurden am Arm getragen
Im 16. Jahrhundert entstand in Zentraleuropa ein angesehenes Uhrmacher Handwerk wobei die Schweiz und England die Führungsrolle in der frühen Uhrenproduktion übernahmen. Technische Errungenschaften wie die gespannte Stahlfeder als Energiequelle ermöglichten später die Produktion kleinerer, tragbarer Uhren. Die Entwicklung der Taschenuhr wird dem Nürnberger Uhrmacher Peter Henlein zugeschrieben. Anfang des 20. Jahrhunderts konnten die Taschenuhren dank technischer Neuerungen verkleinert werden und die Damen trugen damals ihre Taschenuhren am Handgelenk. Da das aber als „weibisch“ galt, benutzten die Männer weiterhin ihre Taschenuhren an der Uhrkette.

Die Armbanduhr verdanken wir einem Piloten
Eine Taschenuhr war allerdings eher unhandlich und wer auf eine schnelle und präzise Zeitmessung angewiesen war, musste sich etwas einfallen lassen. So liess der brasilianische Flugpionier Alberto Santos-Dumont bei dem befreundeten Pariser Uhrmacher Louis Cartier eine Uhr bauen, die am Armband getragen werden konnte. Die erste Armbanduhr für Männer war geboren. Bald entschied sich auch das Militär für die Nutzung von Armbanduhren, da auf Taschenuhren im Winter und unter Kampfbedingungen kein Verlass war. Danach fand sie schnell auch in der zivilen Gesellschaft Liebhaber und war nach Kriegsende zum allgemeinen Standard der Zeitmessung geworden.

In den 20er Jahren liess Rolex Patente über die Automatikuhr sichern. Sie baute erstmals eine Automatik, welche die Energie zum Spannen der Feder aus den Armbewegungen des Trägers bezieht. Heute ist die LCD-Technik Standard bei vielen Armbanduhren. Die erste elektronische digitale Armbanduhr wurde 1970 entwickelt, diese funktionierte noch mit LED-Dioden und war in der Lage, kurzzeitig auf Knopfdruck die Zeit in roten Zahlen anzuzeigen.

Heute ist die Vielfalt der Uhren beinahe grenzenlose. Verschiedene Techniken und Materialien und die unterschiedlichsten Formen und Armbänder sind für uns alle zugänglich. Dass sie alle die Zeit anzeigen, ist manchmal beinahe zweitrangig, bei dieser grossen Auswahl.

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