Die 30er Jahre


(Quelle: aus Public Enemies)

Die 30er Jahre begannen mit einem schwarzen Tag, dem „schwarzen Donnerstag“ im Oktober 1929 an der New Yorker Börse.

Die Börsenkurse brachen stark ein, viele Anleger waren nach Börsenschluss hoch verschuldet.Dieser Börsencrash gilt als Auslöser der Weltwirtschaftskrise. Die daraus weltweit entstehende Massenarbeitslosigkeit, Inflation und Depression waren der Grund dafür, dass totalitäre Regimes an die Macht kamen und mit brachialen Wirtschaftsmodellen die Auswirkungen der Krise eindämmen wollten. In Deutschland wurden die Nationalsozialisten an die Macht gewählt und mit dem deutschen Überfall auf Polen begann im September 1939 der Zweite Weltkrieg.

Einflüsse dank Radio und Film
Die nationalsozialistische Ideologie hatte in Deutschland auf fast alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens Einfluss. Aber auch weltweit erlitt die Gesellschaft einen Dämpfer, neue und frische Impulse wurden seltener und hatten es schwer, sich durchzusetzen. Doch kamen dank Radio und dem internationalen Durchbruch der Filmstudios in Hollywood neue Trends aus Amerika zu uns. Big Bands und mit Ihnen die grossen Musiker wie Louis Armstrong und Benny Goodman starteten ihren Siegeszug in den USA. Auch in Europa trafen sich viele Jugendliche heimlich und unter Gefahr für ihre eigene Sicherheit, um die neue Musik zu hören und dazu immer wildere Tanzschritte auszuprobieren.

The Story of Bonnie and Clyde
Die Wirtschaftskrise brachte auch viel Kriminalität mit sich. Das berühmteste Gangster-Paar aller Zeiten reiste in den dreissiger Jahren durch Amerika und raubte Banken aus und verursachte ein grosses Chaos. Nichtsdestotrotz steht Bonnie für die starke Frau dieser Zeit.

Macht es Ihnen etwas aus, wenn ich rasch in etwas Bequemeres schlüpfe?
Auch modetechnisch entwickelten sich die Dreissiger eher langsam. Das Standardoutfit der Frauen war in Europa Bluse mit Rock, das war praktisch und günstig. Aber auch hier kamen Neuerungen aus den USA zu uns. Deutschland schaute über die Leinwand auf Barbara Stanwyck, Marlene Dietrich und Jean Harlow. Harlow ist es dann auch, die einen der berühmtesten Sätze der Filmgeschichte spricht: „Would you be shocked, if I put on something more comfortable?“ (Macht es Ihnen etwas aus, wenn ich rasch in etwas Bequemeres schlüpfe?)

Verständlich, die Kleider waren in den 30er Jahren figurbetonter geworden. Eng anliegend an Hüfte und Taille und mit einem glockigen Saum war das Prinzesskleid sehr beliebt, die Eleganz steht im Mittelpunkt der Mode der 30er. Der Oberkörper und die Schultern wurden mit Hilfe von Rüschen, Falten und Puffärmeln so stark betont, dass ein schon grotesker Eindruck erweckt wird. In Deutschland entwickelt sich im Stil des Glockenkleids das Dirndl zum Trend. Aufgrund der politischen Einflüsse durch die Nationalsozialisten wird die Trachtenmode stark gefördert.

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Ein Kommentar

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