Minis, Drugs and Rock‘n‘Roll

Die wilden Sechziger Jahre waren nicht nur gesellschaftlich und politisch eine Zeit von Umbruch, Revolution und Freiheit.

Die Jugend der 60er Jahre lehnte sich auf gegen den Materialismus. Ihre Eltern hatten nach dem Krieg alles wieder aufgebaut und verfielen nun einem Streben nach Besitz. Die Jugend lehnte sich dagegen auf und kommunizierte dies mit ihrer Mode: Der Hippie war geboren. In den 60er Jahren waren die Jugendlichen das Modevorbild für alle Generationen, und sie erwarben 60% aller Modeartikel. Ein so grosser Anteil, wie er sonst nie mehr war – was natürlich eher widersprüchlich zu der Auflehnung gegen den aufkommenden Materialismus war. Die ganze Gesellschaft gab sich jugendlich, sogar Jacqueline (Jacky) Kennedy erschien in jugendlicher Kleidung zu offiziellen Galaabenden.

Kurz, kürzer, Mini
Anfang der 60er Jahre kam der Mini und die ganze Welt zeige Bein. Die Engländerin Mary Quant erfand den Minirock und sofort wurde er gesellschaftsfähig. Auch die Pariser Haute Couture hielt sich an den Mini-Trend. Die neue Rocklänge endete mindestens 10cm oberhalb des Knies und wurde von Jugendlichen wie Hausfrauen und sogar Damen des Adels getragen. Sogar im englischen Königshaus war eine Rocklänge von bis zu 7cm über dem Knie erlaubt. So etwas hatte es noch nie gegeben, der Minirock war ein Stück Rebellion und je kürzer er war, desto mehr provozierte er. Die bekannteste Mini-Trägerin dieser Zeit war Twiggy. Das Fotomodel mit der knabenhaften Figur wurde zum Schönheitsideal der 60er Jahre.

Die Hippies revolutionieren die Welt
Gegen ein Modediktat wehrte sich die grosse Gruppe von Hippies, die sich für den Frieden und die Liebe auf der ganzen Welt zusammentaten. Woodstock, das grösste Musikfestival aller Zeiten, zeigte 1969 sehr deutlich, wie viel Einfluss die Jugend haben konnte. Die Hippie-Mode war geprägt von Nostalgie und farbenfrohen Mustern. Die Frauen trugen lange Röcke und Blumen im Haar und die Männer Schlaghosen und Sandalen. Transparenz war in. Unter transparenten Blusen und Netzhemden zeige Frau, was sie hatte. Die sexuelle Revolution forderte Gleichstellung und Tausende von Frauen verbrannten ihre BHs als öffentliches Statement. Julie Christie, die englische Schauspielerin, die in Indien aufgewachsen war, diente als grosses Modevorbild.

Die Jeans als Symbol einer neuen Weltanschauung
Längst trugen auch die Frauen Hosen, der Hosenanzug kam 1964 auf und Marlene Dietrich war schon lange das grosse Vorbild einer starken, selbstbewussten Frau, die sich die Kleidung der Männer zu eigen gemacht hatte. Die Jeans wurde in den 60er Jahren sowohl von den Hippies als auch von Wohlstandsbürgern beiderlei Geschlechts hoch geschätzt. Noch verboten einige Schulen allerdings den Mädchen diese unziemliche Hose. Die Jeans bedeutete eine Auflehnung der Jugend gegen die ältere Generation, die diese Kleidung ablehnte, und war ein Symbol gegen bürgerliche Zwänge.

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