Unser Jahrzehnt in der Mode


(Bild: fontblog.de)

Für die Jahre zwischen 2000 und 2010 gibt es bisher noch nicht einmal eine allgemeingültige Bezeichnung, so sprechen wir mal von den 2000ern, mal von den Nuller-Jahren.

Dennoch ist es nun, wo das Jahr 2010 zu Ende geht und in den Läden bereits Weihnachtsdeko verkauft wird, an der Zeit, auf das letzte Jahrzehnt zurückzublicken. Im Jahr 2000 hat uns nicht, wie von gewissen Randgruppen erwartet, der Weltuntergang erwartet, und das Jahr hat auch nicht mit einem grossen Computerabsturz begonnen. Aber tatsächlich ist das letzte Jahrzehnt wohl geprägt von tragischen Ereignissen, welche künftige Geschichtsbücher füllen werden. Angefangen mit den Terroranschlägen im Jahr 2001 und dem darauf folgenden Krieg der USA in Afghanistan und Irak. Es wird von einer Klimakatastrophe gesprochen und seit 2007 stecken die USA und Europa in der schlimmsten Finanzkrise seit 1945. Man kann wohl sagen, dass in den 2000ern ein regelrechter Technik-Boom ausgelöst wurde. Gadgets wurden bezahlbar, heute kann sich fast jeder ein Handy oder eine Digitalkamera leisten. Computer und Internetanschluss sind zur Selbstverständlichkeit geworden und wir sind immer und überall mit der ganzen Welt vernetzt.

Gross, verrückt, 2000er

Was die Mode angeht, musste in unserem Jahrzehnt alles oversized sein, und noch heute sehen wir überall grosse Brillen, grosse Taschen und grosse Uhren. Das Jahrzehnt brachte mit dem Boom der Günstiganbieter ein neues Modebewusstsein, dank Zara, H&M und co. konnte sich plötzlich bereits jedes junge Mädchen modisch kleiden. Fernsehserien wurden zum Kult und mit ihnen die Schauspielerinnen, welche zu Stilikonen unserer Zeit wurden so zum Beispiel Sarah Jessica Parker aus Sex and The City. Konsumrausch war in Mode und Marken wie Manolo Blahnik oder Jimmy Choo waren dank der stilbewussten Frauen aus der Kultserie allen ein Begriff. High Heels wurden strassentauglich, der Absatz kann nicht hoch genug sein. Mit dem exzessiven Kleidungsstil der Sängerin Lady Gaga wurde ein ganz neues Modeverständnis geschaffen. Es scheint, als sei alles erlaubt – frau trägt, was auffällt.

Forever Young

Nicht nur, dass ein Facelifting ab 30 zum guten Ton gehört und in der Mittagspause schnell die Falten mit Botox behandelt werden, auch die Mode scheint bisweilen etwas infantil. So tragen erwachsene Frauen rosarote Plüsch-Trainer oder alle möglichen Accessoires von Hello-Kitty, in der pinken Handtasche wird ein Schosshündchen mitgeführt (Paris Hilton macht‘s vor) und einige Männer tragen Tag und Nacht Schildmützen. Auffällige T-Shirts mit grossen Prints von Ed Hardy werden bisweilen sogar von Geschäftsmännern getragen. Crocs, die grossen, farbigen Plastikschuhe, gehören zu den Nullerjahren, ebenso wie Ugg-Boots, die  Lammfellstiefel, die ursprünglich für Surfer mit kalten Füssen geschaffen wurden und nun Einzug in die europäischen Winter gehalten haben. Kleidungsvorschriften werden minimiert, im Geschäftsleben wird die Krawatte immer unwichtiger und auch sonst ist die Mode heute sehr tolerant: erlaubt ist, was gefällt.

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