Musik, Worte und Bilder

Mein Lieblingssong, oder warum es den nicht gibt.

An einem verregneten Sonntag sitze ich gerne Zuhause und tue einfach mal nichts. Dazu gehört aber der richtige Soundtrack, Musik, die meine Gefühle widerspiegelt, oder auch beeinflusst, so habe ich ganz bestimmte Songs, die ich beispielsweise zum Abbauen von Ärger und Stress höre, andere wiederum, um mich auf einen fröhlichen Abend einzustimmen.

Lieblings… ?

Eine Lieblingsband hatte ich nie, dafür bin ich wohl zu unstet. Und es gibt für mich auch keinen bestimmten Lieblingssong, denn was ich gerade gerne höre ist stark abhängig von meiner aktuellen Stimmung. Natürlich gibt es da meine Langzeitfavoriten, bei Purple Rain von Prince stelle ich das Radio lauter (in der Version von Ben Harper übrigens nicht weniger überzeugend), Creep von Radiohead ist irgendwie immer auf meiner Playlist und dieser simple, kurze Song Fever von Elvis zaubert mir eine Gänsehaut. Dann sind da jeweils die Songs, die ich für eine gewisse Zeit hoch und runter spiele, so zum Beispiel Crystalised von The xx, weil es mich an die Ferien erinnert, das Lied gehörte allabendlich zu unserem Apéro. Und seit ein paar Tagen spiele ich Talk Too Much von Skunk Anansie im Loop im Autoradio.

Es Bärner Meitschi im Westen Zürichs

Aber als Bärner Meitschi gibt es für dann da doch eine Band, die ein wenig über allen anderen steht: Züri West. Dabei ist es nicht nur die Musik, es sind auch die Worte, die mich bewegen, verzaubern und Bilder in meinem Kopf wecken. Es ist eine Angewohnheit von mir, zu jeder Situation oder Gefühlslage eine Zeile aus einem Züri West Song zu zitieren, so bekommen meine Freundinnen dann immer wieder zu hören: „wed e Prinz wosch muesch haut vilech zersch no zwe, drei Frösche küsse“, und zum einen oder anderen Zeitgenossen könnte man schon mal sagen: „dini Schnure isch vilech gliich echli gross für sone chliine Gring“.

Man kann also sagen, ich bin wegen der Worte auf Züri West gekommen. Und als ich in letzten Jahr meiner Fotografenlehre war, habe ich mich besonders intensiv mit den Songs und den Texten des gelben Züri West Albums beschäftigt. Ich habe damals für meine Abschlussarbeit die Songs, oder eben die Texte in den Songs zu Bildern gebracht. Für jedes Lied habe ich eine Szene inszeniert und fotografiert, und zwar gerade so, wie ich es zu dieser Zeit interpretiert hatte. Es war eine grosse Herausforderung, die mir aber viel Freude machte.

Und da gibt es doch diesen Song, der mir mehr bedeutet als viele Andere: „I schwümme, i la mi gärn la tribe, mues geng grad nochli witergah, i ma nie zlang blibe aber irgendeinisch …“ Atemlos erzählt „Toucher“ von einer Rastlosigkeit; aber irgendeinisch… Und (m)ein Taucher-Bild dazu gibt es auch.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: