Mein Weihnachtsmärchen

Meine schönsten Weihnachtserinnerungen

Ich bin eine ausgewachsene Märchentante, während ich früher stundenlang den Geschichten horchen konnte – und noch heute kann (an dieser Stelle kann ich die Lugihüng-Geschichten von Reeto von Gunten, der „Stimme“, wärmstens empfehlen), greife ich gerne auch schon mal selbst zu einem Buch und lese vor. Oder, noch lieber, ich erfinde selbst ein Märchen. Es handelt etwa von Prinzessinnen, die Angst davor haben, den Frosch zu küssen, denn er könnte sich ja tatsächlich in einen Prinzen verwandeln. Und gerade zur Weihnachtszeit gehören Erzählungen einfach in die warme Stube, vor den Kamin oder in den grossen Ohrensessel. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass das Tschechische Märchen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ für mich einfach zu Weihnachten gehört. Genauso wie die Märchentante Trudi Gerster und ihre Weihnachtsgeschichte vom traurigen Christbaum, die dann doch noch ein schönes Ende nimmt.

Weihnachtsmusik

Ich bin leider gänzlich unmusikalisch, was mit einer Blockflöte begonnen hat, ist ein halbes Jahr später mit einer Blockflöte wieder zu Ende gegangen. Natürlich wurde bei und zuhause vor dem Weihnachtsbaum gesungen, aber meine Mutter war wohl die einzige, die das Talent besass, Weihnachtslieder nach dem klingen zu lassen, was sie wirklich sind. Aber ich mag zu dieser Zeit auch etwas besinnlichere Musik. Die Piano-Stücke von Yann Tiersens Soundtrack zu Amélie schwingen in der Luft und vermischen sich mit dem süssen Duft von Mailänderli, Zimtsternen und Brunsli während vor dem Fenster die Flocken scheinbar im Takt zur Musik tanzen.

Weihnachtserinnerungen

Gerade zu Weihnachten denke ich gerne zurück an meine Kindheit, ich kann behaupten, wohlbehütet aufgewachsen zu sein, und genau so fühlt es sich auch an, wenn ich meine Erinnerungen passieren lasse. Ich sehe meine Eltern und meinen kleinen Bruder im Wohnzimmer vor der prächtigen Tanne, die meine Mutter mit viel Kreativität jedes Jahr in den schönsten Weihnachtsbaum der Welt verwandelt hat. Ich rieche das Wachs der Kerzen, die zusammen mit den Weihnachtsschmuck auf dem Dachboden verstaut waren, und ich spüre das Kribbeln, das beim Auspacken der Geschenke aufkam. Die Geschenke meiner Grosseltern hat immer mein Grossvater eingepackt, und an die erinnere ich mich besonders gerne. Aber nicht der Geschenke wegen, sondern wegen dem schönen Gedanken: er hat die Päckli nämlich besonders sorgfältig und vor allem mit besonders viel Klebstreifen verpackt. So dass die Spannung kaum auszuhalten war, bis das Geschenk endlich vom Papier befreit war.

So nennen wir die Feiertage die „besinnliche Zeit“ und dürfen uns besinnen, an früher denken, und ein Tränchen der Freude und ein Tränchen der Wehmut dürfen sich vermischen, und wir können dankbar sein für Familie, Freunde und die schönen Zeiten. Selbst wenn es „glücklich und zufrieden bis in alle Tage“ nur im Märchen gibt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: