The day after

Beobachtungen am Silvestermorgen

Super, es war Silvester und ich war krank. Nichts mit “same procedure as every year”, oder eben höchstens der Sketch im Fernsehen, aber nicht, was das Feiern angeht. Nun denn, umso mehr habe ich am Tag nach Silvester, an dem es mir nach genügend Schlaf, 5 Kannen Erkältungstee und einem warmen Bad schon wieder besser geht, die Möglichkeit, der Stadt beim Aufwachen zuzusehen. Gegen Mittag kommen die Menschen langsam aus ihren Hauseingängen geschlichen, still und etwas bleich. Es kommt mir ein wenig vor wie im Tierreich, wenn im Frühling langsam die kleinen Nager aus ihrem Winterschlaf erwachen. Die Vorhänge bewegen sich, die ersten wagen einen Blick nach draussen, es raschelt in den Blättern und die kleinen Tierchen recken und strecken sich. Und es ist ruhig, so still ist Bern selten. Natürlich ist nun einigen eingefallen, dass sie gestern vergessen haben, Frühstück für heute einzukaufen (nein, auf Essen haben sie gar keine Lust), und heute ja die Läden geschlossen sind.

Die Speisekammer im Bahnhof

Wir Menschen haben es aber viel besser, als die Tiere, die Winterschlaf halten, wir müssen nicht monatelang Nahrungsmittel zusammentragen, damit wir nicht hungern müssen, wenn wir wieder aufachen. Wenn unsere Speisekammer leer ist, gehen wir einfach zum Bahnhof und kaufen dort in einem der Läden, die 365 Tage im Jahr für uns geöffnet haben, unseren Zopf, Orangensaft und Kopfschmerztabletten ein.

Das Altjahres-Neujahres-Party-Wochenende

Die Feiertage meinen es in diesem Jahr ja gar nicht gut mit uns, sie fallen direkt auf das Wochenende, so dass ein keinen einzigen freien Arbeitstag gibt. Silvester am Freitag, Neujahr am Samstag. Deshalb sind gerade in diesem Jahr viele grosse Parties auch erst für heute Samstag geplant. Und ich weiss von einigen, die den Silvester gemütlich mit ihren Lieben zuhause bei einem feinen Essen und gutem Wein verbracht haben und erst an Neujahr gross ausgehen. Also bin ich natürlich gespannt, was für ein Bild sich uns morgen zeigen wird, nachdem die ganz hartgesottenen zwei Tage durchgemacht haben.

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Ein Kommentar

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