Kaffee! Smaragde! Orchideen!

Drogen? Gewalt? Guerilla?

Kolumbien ist das Land der Gegensätze. Wir hören vom Drogenkrieg, von den Aufständen und aktuell von den Überschwemmungen, die das Land heimsuchen. Und ob all der negativen Nachrichten vergessen wir, was für ein vielfältiges und interessantes Land Kolumbien ist. Zu den Zeiten unserer Grossväter und Urgrossväter wanderten viele Bauern nach Kolumbien aus um ihren Traum von Cowboy zu leben und Kartoffeln oder Kaffee anzubauen. Dorthin, wo es immer warm ist und die Pazifikstrände wunderschön sind.

Durch die angespannte politische Lage ist heute Kolumbien kein beliebtes Reiseziel mehr. Fakt ist, dass Kolumbien für rund 70% der weltweiten Kokainproduktion verantwortlich ist. Tatsache ist leider auch, dass in Kolumbien Entführungen durch Guerilla-Truppen geschehen. Dabei sollte man bedenken, dass sich die Guerillas grösstenteils in den Bergen und in ländlichen Gegenden aufhalten und sich die Anschläge nicht gegen Touristen richten. Ebenso findet der Drogenanbau nur in abgelegenen Gegenden statt.

Berühmtheiten Kolumbiens

Bereits seinen Namen hat Kolumbien einer Berühmtheit zu verdanken. Das Land wurde zwar 1499 von Amerigo Verspucci und nicht, wie angenommen, von Christoph Kolumbus, entdeckt. Dennoch wurde das Land zu dessen Ehren „Kolumbien“ benannt. Der wohl bekannteste Kolumbianer der Geschichte ist Pablo Escobar. Der Drogenboss, der vor bald 20 Jahren von einem Sondereinsatzkommando getötet wurde, gilt noch heute für einige Kolumbianer als der Robin Hood der Neuzeit. Heute machen aber ganz andere Berühmtheiten aus Kolumbien von sich reden. Stars, zu denen wir aufsehen. Und der bekannteste Stern am kolumbianischen Himmel ist eine Frau – Shakira hat es als kolumbianisches Mädchen mit 13 Jahren zum ersten Plattenvertrag geschafft und ist heute weltweit berühmt und beliebt. Eine schöne Botschafterin eines ebenso schönen Landes. Auch der Musiker Juanes, der sich mit seiner Musik und grossem Engagement für den Frieden einsetzt, stammt aus Kolumbien. Ilan Fernández, der Gründer von „De Puta Madre 69“, dem bekanntesten Modelabel Kolumbiens, hilft mit seiner Organisation den Menschen in den Gefängnissen von den Drogen wegzukommen.

Möglicherweise ist es gerade die schwierige Lage in Kolumbien, die die jungen Menschen dazu bewegt, aktiv die Welt zu verändern. Sei das mit ihrer Musik oder mit der unendlichen Gastfreundschaft, die in diesem Land überall zu finden ist. Und das ist es, was man als Tourist zu in Kolumbien erhält: freundliche Gesichter, herzhaftes Lachen und Musik, Musik, Musik.

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