#365 – ein Versuch

Oder: wer bin ich?

Ein Jahr lang jeden Tag ein Selbstportrait. Klingt an sich recht simpel, der iMac und das iPhone haben eine integrierte Kamera und jedes Knipsi hat einen Selbstauslöser.

Doch das war nicht die Idee, der Anspruch an etwas „Künstlerisches“ stand im Raum. Und es sollte mich dokumentieren, wie eine Art Tagebuch. Es sollte mir die Möglichkeit bieten, mich zu erkennen (wir sehen uns selbst ja in Wirklichkeit immer nur spiegelverkehrt!) und es würde für mich, die ich nichts mehr ablehne als Routine, eine ganz besondere Aufgabe werden.

Wie sich herausstellte kein einfaches Unterfangen, so ist es schlicht nicht möglich, JEDEN Tag eine kreative Idee für ein Selbstportrait zu haben. Aber die allergrösste Schwierigkeit besteht darin, sich jeden Tag mit sich selbst und seinem Befinden auseinanderzusetzen, und dies dann noch mit anderen zu teilen. Ich hätte das Album bei Flickr auf Privat setzen können (gewisse Bilder sind tatsächlich nicht für alle ersichtlich), aber dann ist da immer noch der Faktor ICH.

Ich und meine Ansprüche, um genau zu sein. Und statt einfallsloser Knipsereien zu posten, liess ich es irgendwann ganz bleiben. Mit dem Sommer endete auch #365. Irgendwann werde ich die Idee wieder aufnehmen und da weitermachen, wo ich aufgehört habe. Oder auch ganz woanders.

 

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4 Kommentare

  1. Olaf

    …“Und statt einfallsloser Knipsereien zu posten, liess ich es irgendwann ganz bleiben.“ …

    Mir haben die Bilder wirklich gefallen und ich kann mich nicht daran erinnern ein einfallsloses Foto darunter gesehen zu habe. Du unterschätzt dein Können! – Jedenfalls bitte ich dich beim nächsten „Säuber“ Projekt dass du angehts mehr an dich selber zu glauben, du wirst es brauchen. Und Durchhaltewille!

    Gruss Olaf

  2. pictura

    Danke euch beiden für das positive Feedback zu meinen Bildern. Am an mich selber glauben scheitert es nicht (das musste natürlich auch erst gelernt sein). Es geht viel mehr darum, Dinge auszuprobieren, sie auch dann weiterzuziehen, wenn sie belasten oder keinen Spass mehr machen, dann aber auch ruhen lassen zu können, wenn der Zeitpunkt dafür gekommen ist.

  3. Ich habe selbst schon ein paar Mal versucht, eine solche Reihe zu machen. Meine Kreativität fiel viel schneller aus als deine und meine waren nicht halbwegs so gut „konzipiert“! Ich freue mich auf weitere Bilder… mal… :)

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